02.09.2007

Whitewater University

Großbritannien
Überraschungscoup der Briten stürzt Warhawks

Mit einem Paukenschlag endete gestern kurz nach zehn das zweite GBO-Halbfinale: Die bisher sieglose britische Nationalmannschaft kegelte mit 6:4 das Team der Whitewater University aus dem Turnier. Noch am Freitag hatte die Truppe aus Großbritannien vom US-Team eine heftige 4:14-Niederlage nach sieben Innings kassiert. Die Warhawks, die bisher so souverän ihre drei Spiele gewonnen hatten, zeigten in den entscheidenden Situationen Nerven. Sie kämpften zwar bis zum letzten Inning, doch am Ende verließ sie nicht nur ihre Schlagstärke, sondern auch Glücksgöttin Fortuna.


Die beiden Starting Pitcher Randy Johnson auf Seiten der Whitewaterianer und Brian Essery auf dem Mound der Briten hielten mit Unterstützung ihrer jeweiligen Defens in den ersten vier Innings jegliche Angriffsversuche völlig unter Kontrolle. Im fünften Inning schlug dann die erste Stunde der Briten: Bei Bases loaded zeigte Randy Johnson Nerven, warf erst Ian Young ab und traf gleich darauf James Rutherford mit seinem Pitch. So konnten Tim Collins und Adam Roberts nacheinander gemütlich nach Hause marschieren. Als in der Folge Stephen Brown mit seinem Schlag für den Run von Mitch Evans zum 3:0 sorgte, schickte Head Coach John Vodenlich für den nunmehr glücklosen Starting Pitcher schließlich Aaron Dott auf den Wurfhügel. Im sechsten Durchgang startete Samuel Petrasko mit seinem Tripple die Aufholjagd von Whitewater. Thomas Corcoran schickte ihn mit seinem Schlag sicher nach Hause und sorgte unmittelbar darauf selbst für den Anschlusspunkt zum 2:3. Die Spannung erreichte im siebten Inning ihren Höhepunkt: Erst schraubte Ian Young mit seinem Run den Vorsprung für die Briten auf 4:2 hinauf. Danach waren noch mal die College-Boys am Zug. Benjamin Prather brachte nach dem zweiten Tripple von Sam Petrasko den dritten Punkt nach Hause, ehe dieser im Anschluss zum Ausgleich über die Homeplate lief. Das war es dann aber mit dem Angriffssturm der Warhawks, denn Relief Pitcher Geoff Freeborn und Closer Stephen Spragg ließen in der Folge nichts mehr zu. Der einzige Fehler, den sich die Verteidigung der Whitewater University noch leistete, sollte sich bitter rächen. Fast das komplette Infield stürmte zusammen, um den Pop-up von Stephen Spragg zu fangen. Fünf Amerikaner auf einem Fleck, doch der Ball plumpste trotzdem zu Boden. Und sowohl Craig Pycock, als auch Mitch Evans kamen unbehelligt zum 6:4 nach Hause.
Nach dem Überraschungssieg dürfte die britische Nationalmannschaft mit viel Selbstvertrauen ins Finale gegen Deutschland gehen. Mit dem Team von Bundestrainer Greg Frady haben die Briten auch noch eine Rechnung offen. In der ersten Begegnung unterlagen sie den Schwarz-Rot-Goldenen mit 0:3. Ob ihnen jetzt im Finale die Revanche glückt, wird sich ab 14 Uhr zeigen.



Samstag, 01.09.2007
19:00, Semifinal (1st vs. 4th) 1 2 3 4 5 6 7 8 9   R H E
Großbritannien  0   0   0   0   3   0   1   2   0     6   9   2 
Whitewater University  0   0   0   0   0   2   2   0   0     4   8   2 
Win: Stephen Spragg   Loss: Aaron Thomas Dott   
Fotos vom Spiel @ catchthefever.de








































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