Nach anfänglicher Nervosität starker deutscher Auftritt
Mit einer 6:4-Niederlage startet die deutsche Nationalmannschaft in die Thurn und Taxis Baseball Open. Trotz eines frühen 0:4-Rückstandes lieferten die Schützlinge von Bundestrainer Gregory Frady mit den College-Boys bis ins letzte Inning eine ganz enge Kiste. Vor 400 Zuschauern in der Armin-Wolf-Arena präsentierte sich Deutschland zum Testspiel gegen die Legionäre am Montag (9:7) in ihrer Startformation stark verändert. Mit Klaus Hopfensperger wurde nur ein Legionäre-Spieler von Beginn berücksichtigt, gegen Ende der Partie bekamen noch Philipp Hoffschild und Alexander Lauterbach Kurzeinsätze.
Nach einem schwachen Start steigerte sich die deutsche Equipe und kämpfte sich ins Spiel zurück. Zur Wende reichte es allerdings nicht mehr. Vor allem bei Starting Pitcher Tim Henkenjohann war eine Anfangsnervosität nicht zu übersehen. Das brachte den Gästen aus den USA satte vier Runs ein. Der Ex-Profi der Minnesota Twins fand aber im zweiten Inning zu seiner Kontrolle und ließ der Whitewater-Offense wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Nach einer der etlichen Abstimmungsprobleme in der deutschen Defense musste Hernkenjohann im dritten Inning allerdings noch den fünften Run hinnehmen. Ab Durchgang sieben kamen schließlich die Relief Pitcher zum Zug. Während Dirk Fries bei seinem Kurzeinsatz keine Probleme hatte, kassierte im achten Inning Philipp Hoffschild von den Regensburg Legionären den sechsten Run. In der Offense hatte Schwarz-Rot-Gold durchaus Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Vor allem die beiden Solinger Kai Gronauer und Dominik Wulf wussten mit je zwei 2-Basehits zu gefallen. Gronauer war es auch, der auf Schlag von Wulf noch im ersten Inning den ersten Punkt erzielte. Im fünften Durchgang drehten die Deutschen gegen Whitewater-Pitcher Randy Johnson richtig auf. Nach dem zweiten Run von Jens Heymer behielt Wulf bei zwei Aus die Nerven und beförderte Gronauer und Jendrik Speer mit einem fulminanten Schlag zum 4:5 über die Homeplate. Dabei blieb es auch, weil Aaron Dott für Whitewater seinen Closer-Job perfekt erledigte. Für Nervenkitzel sorgte im neunten Inning bei zwei Aus sowie Andreas Janzen und Kai Gronauer auf Base Jordan Stine. Den weiten Schlag von Dominik Wulf hatte der Whitewater-Centerfielder erst im Nachfassen sicher.